Viele Frauen berichten mir in der Beratung von einer ähnlichen Beobachtung: Der Körper verändert sich in den Wechseljahren, auch wenn sich an der Ernährung oder Bewegung eigentlich nichts geändert hat. Das kann verunsichern - dabei steckt hinter dieser Erfahrung meist ein ganz natürlicher, gut nachvollziehbarer Prozess.
Was in dieser Lebensphase passiert
Mit sinkendem Östrogenspiegel verändert sich der Stoffwechsel, und der Körper lagert Fettgewebe häufig anders ein als zuvor - oft vermehrt im Bauchbereich statt an Hüften und Oberschenkeln. Gleichzeitig nimmt die Muskelmasse mit der Alter tendenziell ab, was den Grundumsatz zusätzlich senkt. Hinzu kommen oft Schlafstörungen und Stress, die ebenfalls Einfluss auf Hunger- und Sättigungsgefühl nehmen können. Diese Veränderungen sind keine Frage von "richtig" oder "falsch" essen, sondern Ausdruck eines biologischen Übergangs, den jeder Körper unterschiedlich durchläuft.
Warum pauschale Diätregeln hier oft nicht passen
Viele Frauen versuchen in dieser Phase, mit denselben Strategien wie früher gegenzusteuern - weniger essen, mehr Sport. Aus meiner Erfahrung führt das oft eher zu Frustration als zu Erleichterung, weil sich der Körper in dieser Lebensphase anders verhält als noch mit 30 oder 40. Ein Ansatz, der die veränderte Ausgangslage berücksichtigt, ist meist hilfreicher als das reine Fortsetzen der Muster.
Ein ayurvedischer Blick auf die Lebensmitte
Im Ayurveda wird diese Lebensphase dem nachlassenden Pitta - und beginnenden Vata- Einfluss zugeordnet - zusätzlich ist die individuelle Konstitution von Bedeutung. Statt auf Reduktion zu setzen, richtet sich der Blick eher auf Stabilität, regelmäßige und wärmende Mahlzeiten und ein bewusster Umgang mit Stress als Teil der Ernährungsfrage, nicht nur als Randthema.
Ein individueller Weg statt einer Standardlösung
Aus meiner Beratungspraxis weiß ich: Was in dieser Phase guttut, ist von Frau zu Frau unterschiedlich - abhängig von Konstitution, Lebensumständen und persönlicher Geschichte. Es geht weniger darum, den Körper "zurückzudrängen", sondern eher darum, einen neuen, stimmigen Umgang mit ihm zu finden.
In meiner Praxis begleite ich Frauen in dieser Übergangsphase dabei, ihre persönliche Situation zu verstehen und einen Ernährungs- und Lebensstil- Ansatz zu entwickeln, der zu ihrem Körper in dieser neuen Lebensphase passt.
Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wiederfinden und einen individuellen Blick auf Ihre Situation werfen möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht für ein Erstgespräch.